Wer eine Wärmepumpe hat oder einbauen will, profitiert besonders stark von einer eigenen PV-Anlage. Bis zu 75 % Eigenverbrauch sind realistisch.
Dach-Solarcheck bietet unabhängige Schweizer Solar-Informationen. Dieser Beitrag ist Teil unserer Wissensreihe zu Photovoltaik, Förderung und Wirtschaftlichkeit.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe verbraucht im typischen Schweizer EFH 3'500–5'500 kWh Strom pro Jahr — ein Vielfaches des Haushaltsstroms. Wer dann auch noch eine PV-Anlage hat, kann diesen Wärmepumpen-Strombedarf zum grossen Teil selbst erzeugen.
Reines EFH ohne WP: Eigenverbrauch typisch 30–40 %. EFH mit WP und smarter Steuerung: 60–75 %. Das verschiebt die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage dramatisch — jede selbst verbrauchte kWh ist 24 Rp/kWh wertvoller als eine eingespeiste (32 vs 8 Rp/kWh).
Moderne Wärmepumpen sind SG-Ready: sie nehmen Signale vom Energiemanager entgegen und schalten gezielt dann, wenn PV-Überschuss da ist. So wird der Warmwasserspeicher tagsüber aufgeheizt — selbst im Winter, wenn die Anlage bei klarem Wetter 30–40 % der Sommerleistung liefert.
Wärmepumpe und PV-Anlage werden separat gefördert: WP über das Gebäudeprogramm (kantonal, typisch CHF 2'500–6'000 für eine Luft-Wasser-WP), PV über die KLEIV von Pronovo (CHF 3'550 für 10 kWp). Die Förderungen sind kombinierbar.
EFH mit Ölheizung-Ersatz durch Luft-Wasser-WP + 10 kWp PV-Anlage. Investition WP CHF 30'000 - 4'500 Gebäudeprogramm = netto CHF 25'500. Investition PV CHF 22'000 - 3'550 KLEIV = netto CHF 18'450. Gesamt CHF 43'950. Heizkosten-Ersparnis ggü. Öl: CHF 1'400 / Jahr. Stromkosten-Ersparnis: CHF 1'800 / Jahr. CO₂-Reduktion ca. 5 t / Jahr.
Anlagengrösse, KLEIV-Förderung, Eigenverbrauch und Amortisation für Ihr Objekt — schriftlich, ohne Anruf-Drücker.