Der Einspeisetarif für Solarstrom ist 2026 deutlich gesunken. Was bekommen Sie noch und warum Eigenverbrauch wichtiger ist denn je.
Dach-Solarcheck bietet unabhängige Schweizer Solar-Informationen. Dieser Beitrag ist Teil unserer Wissensreihe zu Photovoltaik, Förderung und Wirtschaftlichkeit.
Energieversorger (EVU) zahlen Hausbesitzern für eingespeisten Solarstrom einen Tarif. Dieser ist 2026 stark gesunken — Eigenverbrauch wird damit zur Kernfrage.
2026 typische Einspeisetarife bei den grossen EVU: BKW ca. 8 Rp/kWh, EWZ 6–8 Rp/kWh, Romande Energie 7–9 Rp/kWh. Vor 2 Jahren waren es noch 12–18 Rp/kWh — der Rückgang ist deutlich, weil Solar-Einspeisung im Schweizer Strommix immer grösser wird.
Herkunftsnachweise (HKN) für Solarstrom bringen zusätzlich 1–3 Rp/kWh, falls Ihr EVU sie separat vergütet. Bei einigen EVU sind sie schon im Einspeisetarif enthalten.
Mit 32 Rp/kWh Netzbezugspreis und 8 Rp/kWh Einspeisetarif ist jede selbst verbrauchte kWh 24 Rp wertvoller als eine eingespeiste. Eine Anlage mit 70 % Eigenverbrauch ist rund 50 % wirtschaftlicher als eine mit 35 % Eigenverbrauch.
Eine PV-Anlage 2026 sollte nicht maximal gross sein (so viel wie möglich aufs Dach packen), sondern optimal dimensioniert: ungefähr so viele kWp, wie zum eigenen Bedarf passt + 20 % Reserve für Speicher/Wallbox-Erweiterung. Für ein typisches EFH mit 4'500 kWh Verbrauch sind das ca. 8–10 kWp.
Anlagengrösse, KLEIV-Förderung, Eigenverbrauch und Amortisation für Ihr Objekt — schriftlich, ohne Anruf-Drücker.